Wappen und Farbregeln- Wappeneinteilung

Wappeneinteilung

Wappen und Farbregeln- Wappeneinteilung

Hier die Beschreibung der “ Schildteile

Die Namen des Randes: Der rechte Seitenrand wird auch vorderer Seitenrand genannt, weil er der dem Gegner zugewandte Teil des Schildes ist. Entsprechend wird der linke Seitenrand auch hinterer Seitenrand genannt.

 Namen der waagerechten Reihen („Zeilen“):Teilen wir den Schild in drei Zonen, sprechen wir von Schildhaupt, Mittelstelle und Schildfuß. Noch feiner unterteilen können wir einen Schild, indem wir zwischen die erstgenannten noch die Ehrenreihe einfügen und zwischen die letztgenannten die Nabelreihe.

 Die Lage von Objekten, die über die ganze Breite des Schildes gehen, würde man z. B. wie folgt angeben:

  • ….in der Schildhauptstelle oder im Schildhaupt
  • ….in der Ehrenreihe   
  • ….in der Nabelreihe
  • ….in der Schildfußstelle  oder im Schildfuß
  • Die Namen der senkrechten Reihen („Spalten“):Die rechte Flanke, die vordere Flanke ist die dem Gegner zugewandte, die andere die hintere oder linke Flanke. Senkrecht in der Mitte liegt die Pfahlstelle oder Pfahlreihe.
  • ….auf der rechten Seite oder auf der rechten Flankenstelle
  • ….auf der linken Flankenstelle
  • ….in der Pfahlstelle
  • Die Namen der Plätze:Die Namen der Plätze sind z. T. von der menschlichen Anatomie abgeleitet: Herz, Haupt, Fuß, Brust, Ferse, Nabel, Hüfte etc.
  • ….in der Ortsstelle
  • ….im rechten Obereck
  • ….auf der linken Herzstelle
  • ….im Schildfußort
  • Platz, Stelle und Feld: Diese Begriffe werden oft verwechselt. Deshalb hier noch einmal der Unterschied:
  • Ein Feld entsteht durch das Zusammenfügen mehrerer selbständiger Flächen oder auch unterschiedlicher Wappen in einem Schild. Felder erhält man durch das Spalten, Teilen, vierteilen (vieren) eines Schildes. Felder sind durch Linien voneinander getrennt, die z. B. von Schildrand zu Schildrand gehen.
  • Ein Platz oder eine Stelle ist eine Positionsangabe in einem Wappenschild, sind die Koordinaten eines Objektes. Ein Platz kennzeichnet die Lage eines Objektes in einem Schild, ohne eine Aussage über Teilungslinien zu treffen oder ihrer zu bedürfen.
  • Die selben Bezeichnungen werden für beide Kategorien verwendet, aber etwas anders jeweils eingesetzt:
  • „Rot mit goldenem Schildhaupt“ kennzeichnet zwei Felder mit Trennungslinie
  • „In Rot ein goldener Merkursstab in der Schildhauptstelle“ kennzeichnet die Lage der gemeinen Figur in einem ungeteilten Schild.
  • Oder:
  • „…. im gespaltenen Schildfuß ein fünf  zackiger Stern“ bedeutet, dass zwei Kurven einen Schildfuß als Feld abtrennen und darinnen der Stern liegt.
  • „…. im Schildfußort ein vier- zackiger Stern“ bedeutet nur, dass „ganz unten in der Mitte“ ein Stern ist- eine Aussage über mögliche Abtrennungen ist nicht getroffen. Der Schild könnte auch ansonsten bis auf besagten Stern leer (ledig) sein.
  • Oder:
  • „In Rot ein goldener Pfahl, belegt mit einem schwarzen Schwert“ bedeutet, dass wir drei Felder haben und zwei senkrechte Trennlinien.
  • „In Rot auf der Pfahl stelle ein silbernes Schwert“ bedeutet, dass das Schwert in der Mitte senkrecht in einem ungeteilten Schild liegt – wir haben nur ein einziges Feld. Der Platz der gemeinen Figur ist aber der gleiche wie im ersten FalÜblich waren folgende Teilungen:
  • Wappen und Farbregeln- Wappeneinteilung

von links nach rechts: geviertelt, schräg geviertelt,

 zweimal gespalten

Ein Wappen wird immer so beschrieben ,als ob man DAHINTER  steht, rechts und links sind also vertauscht.

Zusammenfassung der wichtigsten Farbregeln

  • Die Farben sind bindend.(Bei der gewählten Farbgebung bleiben)
  • Die Farben dienen der Unterscheidung
  • Ein Wappen hat in der Regel mindestens 2 Wappenfarben, davon 1 Metall und 1 Farbe
  • Alle Farben werden in einem einheitlichen und kräftigen Grundton wiedergegeben (keine Übergänge)
  • Die Farbe ist im Schild stets gleich gehalten.
  • Die Heraldik gestattet es, alle Gegenstände in allen heraldischen Farben darzustellen
  • Alle Farben sind gleich viel „wert“ und es ist keine Farbe oder Metall in der Heraldik höher oder geringer zu achten.
  • Man soll sich nach Möglichkeit auf so wenig Farben und Metalle wie möglich beschränken. (bessere Erkennbarkeit)
  • Farbsymbolik (z.B. aus der Esoterik)ist der ernstzunehmenden Heraldik fremd
  • Metall soll nicht auf Metall und Farbe soll nicht auf Farbe zu stehen kommen.
  • Schwarze Trennungslinien unterliegen nicht der Farbregel

Beispiel: Ein roter Löwe auf einem blauen Schild wäre unzulässig,  ebenso ein goldener Löwe auf

silbernem Schild. Aber die Praxis zeigte, daß ,wenn auch selten, Ausnahmen zugelassen wurden.

Diese Regeln entstanden auch aus Erkennbarkeitsgründen, Ein silberner Löwe auf goldenem Grund würde an einem Sonnentag durch die Reflexionen nicht zu erkennen sein.

Die Beschreibung eines Wappens nennt sich BLASONIEREN

„„Blasonieren“ heißt demnach, alle Teile eines Vollwappens in der richtigen Reihenfolge formal und farblich vollständig beschreiben.“

– Walter Leonhard: Das grosse Buch der Wappenkunst (1978/2000)[4]

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